Ein Implantatbauteil und ein Teil eines Implantationsinstruments benötigen unterschiedliche Qualifizierungsunterlagen. Belastungen, Schnittstellen, Werkstoffe und Nachweise werden vom Produktverantwortlichen definiert. OVEL übersetzt diese Anforderungen in Auswahlkriterien für Schweizer Hersteller und koordiniert deren industrielle Bewertung.
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Schrauben, Fixierungsteile und Schnittstellen
Knochenschrauben, Fixierungselemente und mechanische Schnittstellen erfordern detaillierte Zeichnungen mit Gewinden, Auflageflächen, Antriebsgeometrien und Kanten. Werkstoff und Nachbehandlung richten sich nach dem freigegebenen Konstruktionsdossier.
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Zerspante Implantatkomponenten
Bei Prothesenteilen und anderen Implantatkomponenten berücksichtigt die Auswahl komplexe Geometrien, Bezüge, Oberflächenzustände und Stabilität nach der Bearbeitung. Die Werkstatt wird anhand der tatsächlich verlangten Merkmale bewertet.
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Instrumente und Führungen
Werkzeugaufnahmen, Führungen, Griffteile und Verriegelungsmechanismen werden nach Montage, Belastungen und geplanter Aufbereitung bewertet. Ergonomische oder sichtbare Flächen benötigen andere Abnahmekriterien als funktionale Lager- oder Auflageflächen.
Werkstoff, Rückverfolgbarkeit und Arbeitsplanung
Die Anfrage nennt genaue Sorte, metallurgischen Zustand, dokumentierte Herkunft und Anforderungen an das Materialzeugnis. Titan, nichtrostende Stähle und Speziallegierungen sind ohne Freigabe nicht austauschbar. Der Hersteller bestätigt, dass Zerspanungs- und Nachbearbeitungsverfahren zum Dossier passen.
Die Prozessfolge kann Drehen, Mehrachsfräsen, Folgeoperationen, Entgraten, Polieren und Kennzeichnen verbinden. Kritische Bereiche müssen nach der Endbearbeitung prüfbar bleiben. Das Angebot benennt Oberflächenbehandlung, notwendige Schutzmassnahmen und Verantwortung für ausgelagerte Schritte.
Nach den abschliessenden Operationen prüfen
Ein vor der Behandlung konformes Mass kann sich durch Polieren oder Oberflächenbehandlung verändern. Der Prüfplan legt den Prüfzustand jedes Merkmals und die Verfahren für Profile, Gewinde und schwer zugängliche Flächen fest.
Ermüdungs-, Festigkeits- und andere Produktleistungsprüfungen sind von der Massprüfung des Bauteils zu trennen. Definition und Validierung liegen beim Produktverantwortlichen. OVEL hilft, die von Herstellern und Spezialdienstleistern erwarteten Unterlagen und Prüfungen abzugrenzen.
Industrialisierung und Änderungsmanagement
Die Vorserie soll einen reproduzierbaren Ablauf und geeignete Produktionsbedingungen dokumentieren. Änderungen an Werkstoffen, Unterlieferanten oder Verfahren, Abweichungsbehandlung und Chargenidentifikation werden vor Serienstart geregelt. Bei einer ISO-13485-Anforderung werden Herstellerzertifikat und abgedeckte Tätigkeiten im Auswahlprozess geprüft.
Ihre Fertigungsanfrage vorbereiten
Übermitteln Sie Zeichnungen mit Änderungsstand, 3D-Daten, Verwendungszweck, Schnittstellen, Werkstoff, kritische Oberflächen, Mengen, Reinheitsanforderungen und erwartete Berichte. OVEL sucht geeignete Kapazitäten und koordiniert den technischen Austausch. Hersteller und Produktverantwortliche behalten ihre jeweiligen Fertigungs-, Konstruktions- und Validierungsaufgaben.
Kann eine Anfrage Implantat und Instrument umfassen?
Ja, wenn Spezifikationen, Abnahmekriterien und Lieferunterlagen für jede Bauteilfamilie getrennt festgelegt werden.
Belegt eine Massprüfung die Leistung eines Implantats?
Nein. Sie belegt die Konformität der gemessenen Merkmale. Die Produktleistung erfordert die vom Produktverantwortlichen definierten Bewertungen und Validierungen.
Wann sind Oberflächenbehandlungen festzulegen?
Bereits bei der Machbarkeitsprüfung. Sie können Masse, Oberflächen und Prüfstrategie beeinflussen; eine späte Festlegung kann eine neue Prozessfolge erforderlich machen.